Alle 25 Kapitel in je 4 Kernaussagen. Ideal zum Auffrischen, Nachschlagen oder als Druckversion für unterwegs.
01
Was ist KI?
- KI lernt aus Daten und erkennt Muster – sie befolgt keine festen Regeln.
- Sprachmodelle berechnen wahrscheinliche Fortsetzungen, sie „verstehen" nicht.
- Falsche Ausgaben klingen genauso selbstsicher wie richtige.
- Trotzdem bringen die Ergebnisse für den Alltag echten, konkreten Nutzen.
02
KI-Werkzeuge und Modelle
- ChatGPT, Gemini, Claude und Copilot sind die meistgenutzten Werkzeuge.
- Alle haben kostenlose Grundversionen, die für den Alltag meist ausreichen.
- Kein Werkzeug ist universell besser – je nach Aufgabe lohnt der Vergleich.
- Starte mit einem Tool, lerne es kennen, wechsle erst bei konkretem Bedarf.
03
Was KI gut kann
- KI schreibt Texte, fasst zusammen, übersetzt, erklärt und plant.
- Besonders stark bei Routineaufgaben mit klarem Ergebnis: E-Mails, Checklisten.
- Kreative Aufgaben gelingen gut als Entwurf – den letzten Schliff liefert der Mensch.
- Der Hebel entsteht durch regelmäßige Nutzung für kleine Aufgaben, nicht nur große.
04
Was KI nicht kann
- KI kennt die Realität nur durch Texte – keine Erfahrung, kein Gefühl, keine Verantwortung.
- Sie halluziniert: falsche Infos werden genauso formuliert wie richtige.
- Menschliche Beziehungen und Notfallsituationen sind kein KI-Terrain.
- Kritisches Denken und Gegenkontrolle bleiben unverzichtbar.
05
Sichere Nutzung
- Keine Passwörter, Bankdaten oder medizinischen Akten in KI-Tools eingeben.
- Option „Chat-Verlauf nicht für Training nutzen" in den Einstellungen aktivieren.
- Nur das teilen, was du auch auf einer Postkarte schreiben würdest.
- Zweifaktor-Authentifizierung für KI-Konten schützt vor Missbrauch.
06
Datenschutz Basics
- KI-Anbieter speichern Eingaben und nutzen sie möglicherweise zur Modellverbesserung.
- Keine personenbezogenen Daten Dritter eingeben: Name, Adresse, Diagnose.
- Für berufliche Nutzung gibt es datenschutzkonforme Versionen mit Auftragsverarbeitung.
- Du bist verantwortlich, wenn du Drittdaten in KI-Systeme eingibst.
07
KI-Scamming & Selbstverteidigung
- KI ermöglicht täuschend echte Phishing-Mails, Deepfake-Anrufe und Fake-Angebote.
- Das wichtigste Erkennungsmerkmal ist künstliche Dringlichkeit.
- Im Zweifel: auflegen, offizielle Nummer suchen und direkt nachfragen.
- Ein Codewort im Familien- oder Teamkreis schützt vor Stimmfälschungen.
08
Die Prompt-Formel
- Ein guter Prompt hat vier Teile: Rolle, Aufgabe, Format, Kontext.
- Je präziser die Eingabe, desto nützlicher die Ausgabe.
- Ergebnisse lassen sich durch Nachfragen iterativ verbessern.
- Prompt-Vorlagen mit bewährten Formulierungen sparen täglich Zeit.
09
Texte und E-Mails
- KI kann E-Mails, Berichte, Reden und Posts im gewünschten Ton schreiben.
- Die eigene Stimme bleibt erhalten, wenn du Stil und Ton im Prompt beschreibst.
- KI hilft besonders bei schwierigen oder emotional belasteten Texten.
- Nie einen KI-Text ungelesen absenden – immer kurz lesen und Fakten prüfen.
10
Zusammenfassen und Recherchieren
- Lange Dokumente lassen sich in Sekunden auf das Wesentliche reduzieren.
- KI liefert schnelle Überblicke, ersetzt aber keine Recherche in Primärquellen.
- Quellenangaben aus KI immer separat prüfen – sie werden gelegentlich erfunden.
- Für aktuelle Ereignisse Werkzeuge mit Webzugang nutzen (Perplexity, Bing Copilot).
11
Alltagshilfe
- KI plant Reisen, erstellt Einkaufslisten, schreibt Rezepte und hilft bei Behördenbriefen.
- Besonders wertvoll für Texte, die man ungern selbst schreibt: Beschwerden, Absagen.
- KI nimmt das leere Blatt weg – Anfangen wird einfacher.
- Der größte Nutzen entsteht durch regelmäßigen Einsatz auch bei kleinen Aufgaben.
12
KI für Selbstständige und Teams
- Selbstständige nutzen KI für Angebote, Rechnungstexte, Marketing und Kommunikation.
- Im Team helfen KI-generierte Protokolle und Briefings allen.
- Klare Team-Regeln für KI verhindern Qualitäts- und Datenschutzprobleme.
- Wirtschaftlicher Vorteil entsteht durch Konsequenz – täglich, nicht nur im Ausnahmefall.
13
7-Tage-Einstiegsplan
- Sieben aufeinanderfolgende Tage mit je einer kleinen Aufgabe bauen echte Routine auf.
- Tag 1: erstes Gespräch mit ChatGPT. Tag 4: erste eigene Prompt-Vorlage.
- Tag 7: KI in einem realen Arbeitsablauf einsetzen.
- Nach einer Woche weißt du, wo KI dir am meisten bringt.
14
GitHub und Copilot
- GitHub Copilot ist in VS Code integriert und schlägt Code in Echtzeit vor.
- Er generiert Funktionen, Tests und Dokumentation aus Kommentaren oder Kontext.
- Copilot Chat erklärt Fehlermeldungen und schlägt Refactoring-Optionen vor.
- Auch ohne Programmierkenntnisse nützlich: Skripte, Formeln, Automatisierungen.
15
VS Code und Entwicklung
- VS Code ist kostenlos, erweiterbar und der meistgenutzte Editor weltweit.
- Mit KI-Erweiterungen werden Codeentwurf und Debugging deutlich schneller.
- Auch für Nicht-Programmierer nützlich: HTML, Markdown, JSON, CSV editieren.
- Der Einstieg lohnt sich, sobald du regelmäßig Textdateien bearbeitest.
16
Model Collapse
- Wenn Modelle auf KI-generierten Inhalten trainiert werden, verlieren sie an Qualität.
- Dieses Phänomen heißt Model Collapse und betrifft alle, die mit KI produzieren.
- Gegenmittel: Texte mit echten Erfahrungen und Perspektiven anreichern.
- KI ist Assistent, nicht Autor – die menschliche Stimme muss sichtbar bleiben.
17
Bilder erstellen mit KI
- Bildgeneratoren wie DALL·E, Firefly oder Ideogram erstellen Bilder aus Text.
- Gute Prompts beschreiben Motiv, Stil, Stimmung und Format.
- Für Alltag reichen kostenlose Tools; für kommerzielle Nutzung auf Lizenz achten.
- KI-generierte Bilder sollten als solche kenntlich gemacht werden.
18
Fakten prüfen mit KI
- KI halluziniert: Falsche Infos klingen genauso überzeugend wie richtige.
- Quellenangaben aus KI immer separat prüfen – Titel, Autor, Jahr gegenchecken.
- Externe Plattformen (Correctiv, ARD-Faktenfinder, Mimikama) für aktuelle Themen nutzen.
- Vor dem Weitergeben: Quelle, Aktualität, Gegencheck, Fachlichkeit, Relevanz prüfen.
19
KI am Smartphone
- Kamera, Tastatur, Sprachassistent – KI steckt schon in jedem Smartphone.
- Apps wie ChatGPT, Gemini und Copilot sind kostenlos für iOS und Android.
- Spracheingabe macht KI-Nutzung unterwegs einfach und schnell.
- Keine sensiblen Daten per Sprache eingeben, Berechtigungen regelmäßig prüfen.
20
Bewerbung und Jobsuche
- KI entwirft Anschreiben, spitzt Lebensläufe zu und simuliert Interviewfragen.
- Ton und persönliche Erfahrung kommen vom Menschen – KI liefert den Rahmen.
- Keine sensiblen Daten (vollständige Adresse, Geburtsdatum) im Prompt.
- KI-Unterstützung bei der Bewerbung ist keine Unehrlichkeit – nur gute Vorbereitung.
21
Sprache und Übersetzung
- DeepL ist die beste Wahl für natürliche Übersetzungen im europäischen Sprachraum.
- ChatGPT übersetzt und erklärt dabei Ton, Register und Nuancen.
- Für Verträge und Behördenschreiben ist zertifizierte Übersetzung oft Pflicht.
- Mit KI lassen sich neue Sprachen üben: Grammatik, Vokabeln, Dialoge.
22
Lernen und Weiterbildung
- KI ist ein geduldiger Tutor, der immer verfügbar ist und nie ungeduldig wird.
- Lernpläne und Karteikarten lassen sich in Sekunden generieren – immer prüfen.
- Für Kinder: KI darf erklären, aber nicht die Hausaufgabe erledigen.
- Größter Lerneffekt: KI zum Fragen und Üben nutzen, nicht zum Abschreiben.
23
KI und Gesundheit
- KI kann Fachbegriffe erklären, Beipackzettel vereinfachen und Arztgespräche vorbereiten.
- Kein Ersatz für Diagnose oder Behandlung – bei Beschwerden Fachperson aufsuchen.
- Für psychische Krisen: Telefonseelsorge 0800 111 0 111 (kostenlos, 24h).
- KI-Gesundheitsinfos immer mit Arzt oder Apotheke abgleichen vor Entscheidungen.
24
KI-Ethik im Alltag
- Drei Leitfragen: Täusche ich jemanden? Schade ich jemandem? Würde ich dazu stehen?
- Deepfakes ohne Zustimmung der abgebildeten Person sind in Deutschland strafbar.
- KI-generierte Inhalte haben in Deutschland keinen eigenen Urheberrechtsschutz.
- Kennzeichne KI-Output, wenn es auf Authentizität ankommt.
25
Glossar
- Das Glossar erklärt die wichtigsten KI-Begriffe in verständlicher Sprache.
- Von Algorithmus über Halluzination bis Wissensdatum – alphabetisch gelistet.
- Ideal zum Nachschlagen während des Kurses oder im nächsten KI-Gespräch.
- Kein Vorwissen nötig: Die Erklärungen sind absichtlich einfach gehalten.
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