Ein Prompt ist das, was du in das KI-Werkzeug eingibst. Je klarer dein Prompt, desto hilfreicher die Antwort. Du brauchst keine Sonderbefehle und keine technische Sprache – nur ein bisschen Struktur.
Die 4-Teile-Formel
Aufgabe
Was soll das KI-Werkzeug tun?
Beispiel: „Schreibe eine E-Mail."
Kontext
Für wen? Warum? In welcher Situation?
Beispiel: „… an meinen Vermieter wegen einer defekten Heizung."
Format
Wie soll die Ausgabe aussehen?
Beispiel: „… kurz, maximal 5 Sätze."
Ton
Welcher Ton soll verwendet werden?
Beispiel: „… höflich und sachlich."
Guter Prompt: „Schreibe eine höfliche, kurze E-Mail (maximal 5 Sätze) an meinen Vermieter. Das Thema ist eine seit zwei Wochen defekte Heizung. Ich bitte um zeitnahe Reparatur."
Schwach vs. gut – weitere Beispiele
| Schwacher Prompt | Guter Prompt |
|---|---|
| „Text verbessern" | „Verbessere diesen Text für eine Vereinswebsite. Er soll kurz, freundlich und für ältere Leser verständlich sein." + Text einfügen |
| „Was ist KI?" | „Erkläre in 3 Sätzen, was ein KI-Sprachmodell ist – für jemanden ohne technisches Vorwissen." |
| „Zusammenfassen" | „Fasse diesen Artikel in 5 Stichpunkten zusammen. Ich möchte die wichtigsten Kernaussagen verstehen." + Artikel einfügen |
| „Ideen" | „Gib mir 5 Ideen für ein Vereinsfest im Sommer, das für alle Altersgruppen geeignet ist und maximal 500 Euro kosten soll." |
Häufige Fehler
Zu wenig Kontext
„Hilf mir" oder „Schreib etwas" – das KI-Werkzeug weiß nicht, was du brauchst. Kontext spart Zeit.
Zu langes Einleiten
Drei Absätze erklären, bevor man zur eigentlichen Aufgabe kommt. Kürzer und direkter ist besser.
Ergebnis nicht nachbearbeiten
Das erste Ergebnis direkt weiterschicken ohne Lesen. KI liefert Entwürfe – du entscheidest, was passt.
Alles auf einmal fragen
Fünf verschiedene Aufgaben in einer Eingabe. Besser: eine Aufgabe pro Prompt, dann schrittweise weitermachen.